Die Stiftung «Tox Info Suisse», welche die Notrufnummer 145 betreibt, feierte am Mittwochabend ihr 60-Jahr-Jubiläum. Die Nationalrätinnen Yvonne Bürgin, Marionna Schlatter und Sarah Wyss wie auch der Präsident der GDK, Lukas Engelberger sowie die Direktorin des BAG, Anne Lévy gratulierten zum langjährigen Bestehen. Zwei erfahrene Ärztinnen aus Spitälern beleuchteten eindrücklich die enge Zusammenarbeit mit dem schweizerischen Giftnotruf und zeigten damit die Wichtigkeit dieser nationalen Institution auf. Diese offenbart sich auch in den steigenden Anrufzahlen, welche 2025 um 4.6 % auf 44‘736 zugenommen haben.
Tox Info Suisse feierte in der Aula der Universität Zürich das 60-jährige Bestehen. Rund 120 geladene Gäste nahmen am abwechslungsreichen Festakt teil und würdigten die wichtige Rolle des nationalen Giftnotrufs im Schweizer Gesundheitswesen.
Der Präsident von Tox Info Suisse, Dr. med. Josef Widler, eröffnete die Veranstaltung und erinnerte an den Pioniergeist der Gründungsjahre: 1966 riefen Vertreter des Schweizerischen Apothekervereins und des Gerichtsmedizinischen Instituts Zürich das «Toxikologische Informationszentrum» ins Leben. Wenig später beteiligte sich auch scienceindustries, der Verband Chemie Pharma Life Sciences. Seit 2016 ist die Institution unter dem Namen «Tox Info Suisse» bekannt.
In ihren Grussworten würdigten Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), und Dr. Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), die Bedeutung von Tox Info Suisse für die Gesundheitsversorgung in der Schweiz.
Den fachlichen Schwerpunkt des Anlasses bildeten zwei Referate aus dem medizinischen Alltag. Dr. med. Sonja Fontana, Oberärztin am Kinderspital Zürich, schilderte Fälle von Kleinkindern, bei denen dank der Unterstützung von Tox Info Suisse rasch die richtige Diagnose gestellt und eine gezielte Behandlung eingeleitet werden konnte. Tonya Frank, Leitende Ärztin Notfall am Kantonsspital Glarus, präsentierte typische Situationen aus dem Notfallalltag, in denen der Giftnotruf medizinische Teams schnell und kompetent unterstützte und damit zu einer optimalen Versorgung der Patientinnen und Patienten beitrug.
Zum Abschluss sprach Nationalrätin Marianne Schlatter über die Zusammenarbeit von Tox Info Suisse mit der VAPKO (Vereinigung Amtlicher Pilzkontrollorgane der Schweiz). Es folgten Grussworte der Nationalrätinnen Sarah Wyss und Yvonne Bürgin, die sich im vergangenen Jahr im Parlament engagiert für das nötige Fortbestehen des Giftnotrufs eingesetzt hatten.
Auch der zeitgleich publizierte Jahresbericht 2025 macht das 60-Jahr-Jubiläum zum Brennpunkt-Thema. Die Fakten über 2025 sind eindrücklich: Tox Info Suisse hat 44 736 Beratungen durchgeführt (+4.6 % gegenüber 2024), was pro Tag durchschnittlich 123 Anrufen entspricht. Gut zwei Drittel dieser Anfragen kamen aus der Bevölkerung, ein Viertel von medizinischen Fachpersonen. Häusliche Unfälle machten 71% der Fälle aus; rund 40% davon betrafen Kinder bis ca. 5 Jahre. 10 % der Anfragen betrafen Suizidversuche von Jugendlichen und Erwachsenen. Medikamente und Haushaltsprodukte machen ca. 60 % der Vergiftungsanfragen aus.
60-Jahr-Feier und Jahresbericht 2025 von Tox Info Suisse
Medienmitteilung vom 08. Oktober 2026
Der Jahresbericht 2025, mehr Informationen zu den einzelnen Themen und detaillierte Statistiken sind auf unserer Website (www.toxinfo.ch) zu finden.
Weitere Auskünfte erteilen:
• Medizinische Fragestellungen und Statistik: Dr. med. Colette Degrandi (Oberärztin)
• Generelles über Tox Info Suisse: Damaris Ammann (Geschäftsführerin)
Tox Info Suisse
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