Die Stiftung Tox Info Suisse führte letztes Jahr 44'736 Beratungen zu Vergiftungen durch, was einen Anstieg von 4.6% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dank des Entscheids des Parlaments in der Wintersession 2025 ist der Betrieb des Giftnotrufs fürs Jahr 2026 gesichert. Es ist jedoch wichtig im laufenden Jahr eine nachhaltige Finanzierungslösung zu finden, um medizinischen Fachpersonen und der Bevölkerung diesen sehr gefragten Service auch in den Folgejahren garantieren zu können.
2025 hat Tox Info Suisse 44‘736 Anfragen zu Vergiftungen beantwortet. Das entspricht 123 Anrufen pro Tag und einem Wachstum von 4.6% gegenüber dem Vorjahr. Bereits die Jahre zuvor ist das Anrufvolumen jährlich zwischen 2-4% gewachsen. Ein Ausbau der Beratungskapazitäten ist dringend notwendig!
Wie jedes Jahr betrafen rund 40% der Anfragen Kinder im Vorschulalter, dabei handelt es sich fast immer um Unfälle. Bei Jugendlichen (rund 6% aller Anrufe) hingegen stehen beabsichtigte Vergiftungen im Vordergrund, vor allem Suizidversuche und zu einem kleineren Teil Substanzmissbrauch. Wie in den Vorjahren waren auch 2025 Beratungen zu Intoxikationen mit Medikamenten und Haushaltsprodukten am häufigsten (siehe Tabelle auf Folgeseite).
Unter der Notrufnummer 145 erhalten Anruferinnen und Anrufer 24 Stunden am Tag schnelle und fachkundige Auskunft zum Umgang mit Vergiftungen. Der Grossteil (ca. 70%) der Anfragen stammt aus der Bevölkerung. Die restlichen Anfragen stammen von Fachpersonen aus Spitälern, ambulanten Gesundheitseinrichtungen und Rettungsdiensten, welche in medizinischen Notsituationen gerne auf die toxikologische Expertise von Tox Info Suisse zurückgreifen.
Insbesondere bei den am häufigsten auftretenden Vergiftungsunfällen bei Kindern kann oft Entwarnung gegeben werden, wodurch unnötige Besuche auf der Notfallstation und in der Arztpraxis vermieden werden. Somit leistet Tox Info Suisse nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung, sondern entlastet darüber hinaus das schweizerische Gesundheitssystem.
Umso erstaunlicher ist es, dass die Stiftung Tox Info Suisse seit 60 Jahren konstant um ihr finanzielles Überleben kämpfen muss. Für das nächste Jahr ist der Betrieb gesichert. Dies dank des Parlaments, welches anlässlich der Budgetdebatte 2026 während der Wintersession Tox Info Suisse die für den Betrieb 2026 zusätzlichen notwendigen finanziellen Mittel gesprochen hat. Nun geht es darum, auch die mittel- und langfristige Finanzierung in enger Zusammenarbeit mit dem Bund nachhaltig zu sichern.
Schweizerischer Giftnotruf (Telefonnummer 145): Anzahl Beratungen im Jahr 2025 um weitere 4.6% gestiegen
Medienmitteilung vom 27. Januar 2026
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